Archiv der Kategorie: 20. Jahrhundert

Serienmörder der DDR – eine Rezension von Max Pechmann

Serienmörder treten in so ziemlich jeder Gesellschaft auf. So auch in der ehemaligen DDR, wo die meisten Fälle gelöst werden konnten. Kriminalrat a. D. Hans Thiers befasst sich mit diesem Phänomen in seinem neuen Sachbuch „Serienmörder der DDR“.

Wie bereits in seinen erfolgreichen Sachbüchern „Mordfälle im Bezirk Gera“ (zwei Bände), in denen Thiers Fälle schildert, in denen er selbst ermittelt hat, so geht es dem Autor auch in seinem neuen Buch nicht um Sensationslust oder reine Spannung. Die 12 sorgfältig recherchierten Fälle, welche die Jahre 1949 – 1990 abdecken, gehen auf die Biografien der Täter als auch der Opfer ein und beschreiben damit zugleich ihr soziales Umfeld. Daraus ergibt sich jeweils ein Gesamtbild des Geschehens, welches das jeweilige Tatmotiv innerhalb eines gesellschaftlichen Rahmens betrachtet.

„Serienmörder der DDR“ gibt interessante und spannende Einblicke in die damalige Rechtssprechung, in die Arbeit der Gutachter und in die Arbeit der Ermittler. Überaus interessant ist hierbei auch Thiers‘ Hinweis, dass die erste Erstellung eines Täterprofils in der DDR durchgeführt wurde – und nicht in den USA, wie manche fälschlicherweise glauben. Das FBI hat diese Methode später weiter entwickelt.

Den Kapiteln vorangestellt ist eine Einführung, die sich mit der Definition des Begriffs Serienmörder befasst. Die 12 Fälle selbst, in denen es nicht nur um männliche, sondern ebenso um weibliche Serienmörder geht, sind von Hans Thiers sehr detailliert und spannend erzählt. Dabei hatte er die Möglichkeit, mit den damaligen Ermittlern zu sprechen und deren Wissen in seine Texte einfließen zu lassen. Speziell daraus ergibt sich ein stets überaus lebendiges Bild der Tatumstände und der Polizeiarbeit. All dies macht „Serienmörder der DDR“ nicht nur zu einem lesenswerten Sachbuch, sondern zugleich zu einer wichtigen Arbeit im Hinblick auf die Kriminalgeschichte.

Hans Thiers. Serienmörder der DDR. Verlag Kirchschlager 2018, 286 Seiten, 19,95 Seiten, ISBN: 978-3-934277-75-5

Gerd Frank: DIE KILLER VON VIÑA DEL MAR – Der Fall Jorge Sagredo Pizarro / Carlos Topp Collins (Chile, 1980-1981)

Die beiden Serienmörder Jorge Sagredo Pizarro und Carlos Topp Collins gelten als die „Psychopathen von Viña del Mar“. In den Jahren 1980 bis 1981 ermordeten sie zehn Menschen, weswegen sie zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden. Der Fall dürfte zu den denkwürdigsten der chilenischen Kriminalgeschichte zählen. Leseprobe aus Totmacher 6
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Gerd Frank: DIE BESTIE VOM MANGROVENWALD – Der Fall Daniel Camargo Barbosa (Ecuador, 1984-1986)

Zwischen 1984 und Februar 1986 erschütterte eine Mordwelle das Land Ecuador. Immer wieder wurden nackte und mit einer Machete zerstückelte Mädchenleichen in einsamen, entlegenen Mangrovenwäldern aufgefunden, die meisten von ihnen waren erst acht oder neun Jahre alt gewesen. Leseprobe aus Totmacher 6
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Gerd Frank: DAS MONSTER DER ANDEN – Der Fall Pedro Alonso López (1978 (?) – 1980)

Pedro Alonso López wurde 1949 in der tiefsten Provinz Santa Isabel in Kolumbien, geboren. Seine Mutter war eine Prostituierte und setzte ihn mit acht Jahren (!) kurzerhand aus, weil er seine jüngere Schwester unsittlich berührt hatte. Leseprobe aus Totmacher 6
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Neuerscheinung: Serienmörder des Dritten Reiches von Wolfgang Krüger

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Hardcover, 270 Seiten, zahlreiche s/w Abbildungen, Preis: 18,95 Euro.

Nach umfangreichen Recherchen legt Wolfgang Krüger einen weiteren Band zu Kriminalfällen aus der Zeit des Dritten Reiches vor. Diesmal begibt sich der Celler Kriminalhistoriker auf die Spur unheimlicher Serienmörder. Als „Serienmörder“ werden in der Regel diejenigen Mörder bezeichnet, die ihre Verbrechen in zeitlichem Abstand voneinander begehen. Die Zeitabstände können Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre betragen. Ebenso können die Motive für die Taten ganz unterschiedlicher Natur sein. Häufig jedoch handeln Serienmörder aus sexuellen Motiven, es handelt sich hier um reine Triebtäter, die bei Begehung ihrer Morde in einen wahren Rausch verfallen können. Wenn dann die Opfer auch noch Kinder sind, dann hat der Serienmörder die unterste Stufe erreicht. Die abscheulichen Verbrechen eines solchen Mannes werden in diesem Buch geschildert. Weiterlesen

Gerd Frank: DIE BESTIE VON LAHORE – Der Fall Javed Iqbal Mughal (um 1970 bis 1999)

Javed Iqbal (der Name „Iqbal“ bedeutet „der Glückliche“) war das sechste Kind von Mohammad Ali Mughal, einem wohlhabenden Geschäftsmann, geboren 1956 in Lahore. Seine Kindheit verlief weitgehend unproblematisch; er besuchte ein islamisches Gymnasium. Danach studierte er vorübergehend an der Universität. Mit knapp 22 Jahren machte er sich dann im Jahr 1978 mit einer Stahlgießerei in der Metallbranche selbstständig, als sein Vater zwei Villen im Stadtteil Shadbagh kaufte. In einem dieser Häuser lebte er jahrelang relativ unauffällig, wobei es niemanden sonderlich zu stören schien, daß er nicht allein darin wohnte, sondern seine Unterkunft mit jungen Männern teilte. (…) Weiterlesen

Gerd Frank: DER RIPPER VON SANAA – Der Fall Mohammed Adam Omar (1995-1999)

Der 1952 im Sudan geborene Mohammed Adam Omar, der in seiner Heimat als Totengräber für ein Krankenhaus gearbeitet hatte, war am 15. Mai 2000 festgenommen worden, weil er in den Jahren zwischen 1995 und 1999 im Jemen 16 Frauen getötet haben sollte, was er übrigens bereitwillig zugab. Acht von ihnen seien Studentinnen gewesen. Weiterlesen