Gerd Frank: Hans-Jürgen Schröder – ein deutscher Serienmörder

Der 1946 geborene Hans-Jürgen Schröder ist ein deutscher Serienmörder, der zwischen 1969 und 1984 im norddeutschen Raum fünf Frauen ermordet hat. Hinsichtlich der Schuldfähigkeit waren sich die Fachgutachter nicht einig. Schröder tötete “zur Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse”. Eine Frau vergewaltigte er, in drei Fällen verging er sich an den Leichen. Weiterlesen

Gerd Frank: Ulrich Schmidt – der Feiertagsmörder – ein deutscher Serienmörder und Sexualverbrecher

Der 1957 (?) geborene Ulrich Schmidt ist ein deutscher Serienmörder und Sexualverbrecher. In den Jahren 1987 bis 1989 ermordete er fünf Frauen in Essen; außerdem verübte er vier Mordversuche – diese Opfer überlebten zum Teil schwer verletzt. Weil er die meisten Morde an Feiertagen begangen hatte, wurde er von den Medien als “Feiertagsmörder” bezeichnet. Weiterlesen

Gerd Frank: Massenmord ohne Leichen – Der Fall des Frauenmörders und Blaubarts HENRI LANDRU (Frankreich, 1914-1919)

Kurz nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Name eines französischen Serienmörders international bekannt, der zehn Frauen und einen jungen Mann umgebracht hatte: Henri Désiré Landru. Während des umfangreichen Ermittlungsverfahrens wurde festgestellt, daß dieser Mann zu nicht weniger als 283 Frauen Beziehungen unterhalten hatte, von denen alle bis auf die zehn Verschwundenen ausfindig gemacht und über ihre Erlebnisse verhört werden konnten. …

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Gerd Frank: José Antonio Rodríguez Vega – Der Altweibermörder (Spanien, 1987-1988)

José Antonio Rodríguez Vega begann seine fragwürdige ‘Karriere’ zunächst als Serienvergewaltiger, entdeckte aber dann den Tötungstrieb: In einer Zeitspanne von nur knapp einem Jahr ermordete er zwischen 1987 und 1988 mindestens 16 alte Frauen, möglicherweise sogar noch mehr. Weiterlesen

Gerd Frank: Wassili Komarow – Der Wolf von Moskau (Rußland, 1921-1923)

Wassili Komarow wurde in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts geboren; in manchen Quellen heißt es 1871, in anderen 1877 oder 1878. Er hatte fünf Brüder; beide Eltern waren der Trunksucht verfallen und mißbrauchten ihre Kinder.

Bereits in jungen Jahren trat Komarow in die russische Armee ein, bei der er vier Jahre diente. Etwa mit 40 Jahren wurde er erstmals straffällig, auch Anzeigen wegen Mißhandlung seiner zweiten Ehefrau und der beiden Kinder häuften sich. Schließlich wurde Komarow Pferdehändler… Im Jahr 1921 unternahm die Polizei bei ihm eine umfangreiche Hausdurchsuchung, weil vermutet wurde, dass Komarow illegal mit Alkohol handele, dabei entdeckte man ein Mordopfer (es sollte sein letztes gewesen sein) unter einem größeren Heuhaufen.

Während umfangreicher Verhöre, gab Komarow zu, soweit er sich erinnern könne – es war Stalins Frühzeit – insgesamt 33 Männer und Frauen ermordet zu haben. „Sie wollten alle bei mir Pferde kaufen…“ Das Motiv für die Morde des ‚Wolfs von Moskau’, wie man ihn fortan nennen sollte, dürfte Habgier gewesen sein; gleichwohl fand sich bei ihm lediglich eine Summe von etwa 930 Rubeln, was nach heutigem Stand etwa 19 Euro entsprach.
Nachdem er seine Verbrechen gestanden hatte, führte Komarow die Polizisten an Orte, an denen er die Leichen beseitigt hatte. Doch nur noch wenige konnten in seiner unmittelbaren Umgebung gefunden werden, weil er viele einfach nur in den Fluß geworfen hatte. Im Schabolowskaya-Bezirk fand man dagegen – vor allem auf verlassenen, unbebauten Grundstücken – nicht weniger als 21 Opfer, die entweder erwürgt oder erschlagen worden waren.

Komarows Vorgehen war stets das gleiche gewesen. Er lockte potentielle Opfer (wenn sie nach Geld aussahen) zu sich nach Hause, bot ihnen Alkohol an und lotste sie dann in den Stall, wo er sie mit wuchtigen Hammerschlägen erschlug oder mit einem Seil erwürgte. Dann steckte er die Leichen in Leinwandsäcke und versteckte sie einfach unter Abfällen. Während seiner Befragungen sagte Komarow immer wieder: „Es ist mir immer ganz leicht gefallen, diese Leute umzubringen. Das hätte ich nicht für möglich gehalten..“ Im Gefängnis unternahm er dreimal einen Selbstmordversuch.

Die Polizei hielt auch Komarows Frau Sofia für mitschuldig, zumal Komarow selbst später zugab, daß sie ihm gelegentlich geholfen hatte. Nach seiner Aussage hatte sie ihn eines Tages bei einem Mord überrascht, anschließend aber nicht angezeigt, sondern sich entschlossen, ihm fortan bei seinem blutigen Handwerk behilflich zu sein. Die Komarows wurden am 18. Juni 1923 erschossen. Die Kinder kamen in ein Waisenhaus. Der Text stammt von Gerd Frank und wird vollständig in einem der nächsten Totmacherbände veröffentlicht.

 

 

William Palmer – Arzt und mehrfacher Giftmörder (England, 1856)

Der Arzt und Serienmörder William Palmer (geb. 6. August 1824 in Rugeley, Staffordshire, England, hingerichtet am 14. Juni 1856 in Stafford) wurde für die Vergiftung seines Bekannten John Parsons Cook verurteilt und öffentlich mit dem Strick hingerichtet. Die Hinrichtung erfolgte öffentlich vor über 20000 Zuschauern. Als Scharfrichter fungierte Mr. Smith, ein Nagelschmied, der das Amt des Henkers schon seit 16 Jahren in der Grafschaft Stafford ausübte. “Palmer`s Körper hing die gebräuchliche Zeit am Galgen, wurde dann abgeschnitten und ins Innere des Gefängnisses gebracht, wo Mr. Bridges von Liverpool augenblicklich einen Gips-Abdruck von Palmer`s Kopf nahm, wie Mr. Bridges behauptet, phrenologisch betrachtet, einen entschieden schlechten Charakter anzeigt.” Der ordnungsliebende Palmer soll aber noch weitere Giftmorde begangen haben, um seinem Hobby, dem Pferderennen (und natürlich den Wetten) fröhnen zu können.

William Palmer.

William Palmers Haus in Rugeley.

Gerichtsverhandlung über William Palmer, Stahlstich, Ende 19. Jahrhundert.

Palmer führte auch ein Tagebuch, in welches er für den November 1855 die Besuche bei seinem kranken Freund Cook eintrug.

20. Dienstag: Wartete Cook den ganzen Tag.

Speiste auf dem Hof.

Bei Cook die ganze Nacht gewacht.

21. Mittwoch: ++++ Cook starb um 1 Uhr heute Morgens.

Das Motiv seiner Taten lag in permanenten pekuniären Schwierigkeiten. Weitere Giftmorde soll er an seiner eigenen Frau, vier seiner fünf Kinder, seiner Schwiegermutter und seinem Bruder begangen haben. Seine Wachsfigur stand über 127 Jahre in Madame Tussauds “Kammer des Schreckens”.

Die Totenmaske des Giftmischers William Palmer.
Carl Gustav Carus: Neuer Atlas der Cranioskopie enthaltend dreissig Tafeln Abbildungen merkwürdiger Todtenmasken und Schädel. Leipzig 1864.

1856 erschien in Wien im Verlag von I. B. Wallishausser eine deutschsprachige Ausgabe von Dr. P. J. Reinhard, der nach englischen Originaltexten den Lebenslauf Palmers minutiös dokumentierte. Selbst Palmers Tagebuch wurde übersetzt und vollständig abgedruckt. Neben den zahlreichen Quellen findet sich auch ein Stahlstich sowie Palmers Autograph.

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