In Vorbereitung: Totmacher 6 – Das Monster der Anden und andere unheimliche Kriminalfälle lateinamerikanischer Serienmörder von Gerd Frank

Nach den erfolgreichen ersten fünf Bänden der Totmacher-Reihe von Gerd Frank war der Autor auch in Band 6 bemüht, je nach Materiallage, möglichst flächendeckend vorzugehen. Er hat deshalb den Raum Mittelamerika mit Mexiko, Guatemala, El Salvador und Costa Rica abgedeckt. Südamerika ist vertreten durch die Länder Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Chile, Brasilien, Uruguay und Argentinien.

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Südamerika hat in den letzten Jahrzehnten eine ganze Reihe der schrecklichsten Serienmörder der Weltgeschichte hervorgebracht, was nicht zuletzt an den katastrophalen politischen Entwicklungen und Systemen liegt. Wie stark Drogenkartelle und andere höchstgefährliche kriminelle Vereinigungen und Banden große Teile Mittel- und Südamerikas im Würgegriff haben, zeigt die Verschleppung und Ermordung von 43 Studenten im Herbst 2014. Weiterlesen

Gerd Frank: Der Fall des Charles Starkweather (1957–1958) – DER AMOKLÄUFER VON NEBRASKA

Charles Raymond Starkweather wurde am 24. November 1938 als drittes von sieben Kindern einer Arbeiterfamilie in Lincoln, Nebraska, geboren. Starkweather bewunderte schon früh den Schauspieler James Dean… Das kostete elf Menschen das Leben. Als 18jähriger hatte er die 13jährige Caril Ann Fugate kennengelernt und war ihretwegen von der Schule abgegangen. Caril hatte sich in seine schlaksige, lässige Art verliebt, die ihr sehr imponierte.

Charles Starkweather and Caril Fugate

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Gerd Frank: Der Fall Carroll Edward Cole (1946 und 1971–1980) – DER FRAUENHASSER VON NEVADA

Carroll Edward Cole wurde 1938 als zweiter Sohn von LaVerne und Vesta Cole in Sioux City, im US-Bundesstaat Iowa, geboren. (…) In San Diego verübte er am 7. Mai 1971 seinen ersten Mord als Erwachsener. Die 39jährige Essie Buck war die Besitzerin einer Kneipe; er lud sie auf eine Fahrt in seinem Wagen ein und erwürgte sie dann. Mit der Leiche im Kofferraum suchte er dann nach einem Platz, wo er sie beseitigen konnte.

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Gerd Frank: Dean Corll (1970–1973) – The candy man

Dean Corll war homosexuell und konnte es nicht lassen, sich an jungen Männern zu vergreifen und sie zu Sexorgien zu zwingen. Das schrecklichste Verbrechen, das er in Houston begangen hatte, wurde im August 1973 bekannt – zu einem Zeitpunkt, als Corll von Elmer Wayne Henley, einem seiner Mordkomplizen, ermordet wurde.

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Gerd Frank: Richard Speck (1966)

In der Kriminalgeschichte der Vereinigten Staaten von Amerika nimmt das Jahr 1966 einen besonders unrühmlichen Platz ein. Eines von zahlreichen schrecklichen Verbrechen stellte alles bisher Dagewesene in den Schatten. Am 14. Juli jenes Jahres wurde in South Deering, einem Vorort von Chicago, der Mord an acht Krankenschwestern entdeckt, die zusammen in einem Appartement gewohnt hatten. (…)

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Gerd Frank: Albert De Salvo (1962–1964)

Die grauenhafte Mordserie von Boston begann am 14. Juni 1962 mit dem Mord an der 55jährigen Anna Slesers und endete mit dem Mord an der 19jährigen Mary Sullivan. Dreizehnmal schlug der mysteriöse “Würger” zu, bis er endlich gefaßt werden konnte. Alle Opfer wurden – tot und ohne Kampfspuren – in ihren Wohnungen aufgefunden, was darauf schließen ließ, daß sie ihrem Mörder Einlaß gewährt hatten. Auffallend war, daß alle mit einem Wäschestück erwürgt worden waren und in obszönen Stellungen lagen. Die Bänder wiesen symmetrische Formen auf, meist waren es quadratische Knoten. (…) Albert_deSalvo

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Gerd Frank: Albert Fish (1924–1934)

Das Mädchen schrie verstört auf, als es den alten Mann sah: Splitternackt stand er neben der aufgeklappten Holzkiste, in der ein kleines Schlachterbeil, ein langes Schlachtermesser und eine Handsäge zu sehen waren.
“Ich sag’s Mama”, konnte Grace noch rufen, dann war es aus. Der schreckliche alte Mann packte das Mädchen, würgte es bis zur Bewußtlosigkeit und verging sich dann an ihm. Albert_fish Weiterlesen

Gerd Frank: DER BLAUBART VON ILLINOIS – Der Fall Johann Otto Hoch (1890–1905)

Zwischen den Jahren 1890 und 1905 ermordete der deutschstämmige Johann Otto Hoch in den USA mindestens 15 seiner zahlreichen Ehefrauen, indem er sie mit Arsen vergiftete. Wie viele Morde er indes tatsächlich begangen hat, ist genauso ungeklärt wie die exakte Anzahl seiner Ehen. Man geht davon aus, daß es zwischen 24 und 50 gewesen sein dürften. Johann_Otto_Hoch Weiterlesen

Neuerscheinung: Totmacher 5 und “Ein grausamlich mord” – Jubiläumsausgabe zum 20jährigen Bestehen des Verlags Kirchschlager

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Mit Totmacher 5 legt Gerd Frank einen weiteren Band in der Totmacher-Reihe vor – dieses Mal gilt sein Augenmerk US-amerikanischen Serienmördern. Genau wie in den Vorgängerbänden, hat er wieder die spannendsten, interessantesten, aber auch schrecklichsten Kriminalfälle ausgewählt und aufbereitet. Neben bekannten Serienmördern
wie Albert Fish, der kleine Mädchen schändete und zerstückelte, dem irren Charles Manson oder dem kannibalistisch veranlagten Jeffrey Dahmer stellt Gerd Frank auch mehr oder minder unbekannte Täter vor. So findet z. B. die berühmt-berüchtigte Filmtrilogie Hostel ein makabres historisches Vorbild im Hotel von Hermann Webster Mudgett. Der Fall des Todesengels von Alabama, Joseph Dewey Akin, kann als Gegenstück zu den Serienmorden des deutschen Krankenpflegers Niels H. angesehen werden, dessen Fall gerade juristisch geprüft wird. Gerd Frank verfolgt die Lebenswege der Täter bis zu deren Kindheit zurück, beleuchtet immer wieder familiäre und soziale Hintergründe und hinterfragt diese als Keime einer späteren verbrecherischen Entwicklung. In sachlichem Ton, aber mit aller Deutlichkeit zeigt er auf, daß nicht wenige Mörder im Kindesalter selbst Opfer unterschiedlichster Gewalt wurden. Doch eine schwere Kindheit legitimiert kriminelles Verhalten als mündiger Erwachsener noch lange nicht; sie stellt lediglich eine von vielen prägenden Faktoren dar.
Die Opfer gehören zumeist den untersten, schwächsten Schichten der Gesellschaft an, zählen zu den Ausgestoßenen, den Gefallenen, denen, die man verachtet, denen wenig Menschlichkeit gilt; es sind Prostituierte, Drogenabhängige, Landstreicher. Trifft es diese nicht, trifft es oftmals auch einfach nur wehrlose Kinder und Jugendliche. Besonders alarmierend sind die Zahlen ermordeter Frauen, die auf das Konto perverser Lustmörder gehen. Merkwürdig dürfte die US-amerikanische Justiz und deren Rechtsprechung auf die deutsche Leserschaft wirken, wenn wir erfahren, daß der Green River Killer Gary Ridgway für 48 Morde zu 48mal »lebenslänglicher Haft« verurteilt wird. Dennoch hält sich das Mitleid gegenüber den Tätern in Grenzen; man ertappt sich vielleicht sogar dabei, mit einem Anflug von Genugtuung zu lesen, daß Pogo der Killer-Clown am 10. Mai 1994 mittels Giftspritze und Ted Bundy am 24. Januar 1989 auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurden. Tatsächlich scheinen Verbrechen und Rechtsprechung im Land der unbegrenzten Möglichkeiten unbegrenzt …

Taschenbuch, 200 Seiten, zahlreiche s / w Abbildungen, Preis: 12,80 Euro.

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Seit nunmehr 20 Jahren bemüht sich der Verlag Kirchschlager um die Herausgabe kriminalhistorischer Bücher. Neben dem Schwerpunkt „Kriminalia“ stehen aber auch kulturhistorische Bände und Neudrucke höchst seltener, alter Ausgaben auf dem Programm.
Deshalb darf es nicht verwundern, wenn der Jubiläumsausgabe zum zehnjährigen Verlagsbestehen „Das Obscurum – Mord- und Schauergeschichten aus Chroniken des Alten Europa“ eine Ausgabe im Schuber mit Kommentarband der „Schwarzburger Practica des Adam Ries“ zum fünfzehnjährigen Verlagsjubiläum als Festschrift folgte. Dieses Mal haben wir uns wieder für ein kriminalhistorisches Thema entschieden, da die programmatische Ausrichtung unseres Hauses auf Bücher zu wahren Kriminalfällen weiter fortgeschritten ist. Aus diesem Grund führen wir seit 2013 die Handschelle im Verlagslogo ohne dabei auf unsere Fledermaus als zusätzliches Marken- und Schutzzeichen zu verzichten. Für diese Jubiläumsausgabe wurden rechtshistorisch interessante Flugblätter aus der sogenannten Wickiana, der Sammlung des Johann Jakob Wick, ausgewählt.
Die Flugblätter wurden herstellungsbedingt verkleinert. Die Textausgabe beruht auf der Basis einer kritischen Edition, wobei die Texte, in Einzelfällen Knittelverse, buchstaben- und zeichengetreu übertragen wurden. Kommentare, Worterklärungen und Erläuterungen sollen dem Verständnis der Bilder (hauptsächlich kolorierte Holzschnitte) und Texte dienlich sein. Zitate stehen kursiv. Diese kritische Ausgabe versteht sich allerdings nicht als „Wissenschaftsausgabe“.

Mit dieser kleinen Festgabe ist der Wunsch des Verlags verbunden, unserer geschätzten Leserschaft nicht nur die Flugblätter der Wickiana mit rechtshistorischem Hintergrund, sondern auch die vielfältige Arbeit der frühen Verleger, Drucker und „Brieffmaler“ näherzubringen. Wie alle unsere Veröffentlichungen, so erscheint auch diese Ausgabe in alter Rechtschreibung.

Ein grausamlich mord – Ausgewählte Flugblätter mit Kriminal- und Rechtsfällen aus der Wickiana. Jubiläumsausgabe zum 20jährigen Verlagsbestehen. Herausgegeben von Michael Horn und Michael Kirchschlager. Arnstadt 2015. Hardcover (Großformat), Fadenheftung, Leseband, Farbabbildungen, 80 Seiten, limitiert auf 999 Exemplare, Preis: 32 Euro.