Gerd Frank: EL COMPAYITO, DER KLEINE KUMPEL – Der Fall Oscar Osvaldo García Montoya (2002? bis 2011)

Der organisierte Drogenhandel ging lange Zeit im Prinzip immer nur von Kolumbien aus, wo die Kartelle von Calí und Medellin ihre Fäden spannen. Um Drogen auch in die USA liefern zu können, erkor man den mittelamerikanischen Raum als bequeme Landbrücke aus. Als aber aufgrund des alsbald boomenden Handels die Mexikaner merkten, welche Unsummen dabei zu verdienen waren, rissen sie in kürzester Zeit das gesamte Geschäft an sich allein: Sie übernahmen Anbau und Transport in eigener Hand. Zentrum wurde der Bundesstaat Sinaloa. In der Folge entstanden neben ‘Sinaloa’ auch die Kartelle ‘Golf’, ‘Juárez’, ‘Tijuana’, ‘La Familia Michoacana’ und ‘Los Zetas’. Weiterlesen

Gerd Frank: LUZIFERS KINDER – DER FALL SARA ALDRETE UND ADOLFO DE JESÚS CONSTANZO (Mexico, 1987-1989)

Im Hof des Frauengefängnisses von Mexico-Stadt drehten die Untersuchungshäftlinge ihre täglichen Runden. Plötzlich schrie eine Gefangene angstvoll: “Da ist die Braut des Satans!” Aufgeregt deutete sie zur Tür, wo die Bewacher gerade einen Neuzugang hereinließen: eine 1.65 m große, junge Frau mit kurzem dunkelblondem Haar. Leseprobe aus Totmacher 6
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Gerd Frank: DAS BORDELL DER HÖLLE – Der Fall der Schwestern González Valenzuela (1950? – 1963)

Die vier Schwestern Maria del Carmen, Delfina, Maria de Jesús und Maria Luisa waren als Töchter des Isidro Torres und der Bernardina Valenzuela in El Salto (Jalisco) geboren worden: Maria del Carmen, die Älteste, angeblich 1912, Delfina 1924 (von den beiden Jüngeren sind die Geburtsjahre nicht überliefert). Der Vater arbeitete früher als Polizist und galt als extrem gewalttätig, arrogant und autoritär; er schlug Frau und Kinder sehr häufig. Auch soll er die Töchter gezwungen haben, von klein auf bei Hinrichtungen von Verurteilten zuzusehen. Die Mutter galt als religiöse Fanatikerin. Die schestern wurden berühmt berüchtigt, weil sie ein Bordell des Todes betrieben. Leseprobe aus Totmacher 6
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Gerd Frank: DER WÜRGER VON TACUBA – Der Fall Gregorio (Goyo) Cárdenas Hernández (1942)

Gregorio Cárdenas Hernández wurde im Jahr 1915 in Mexiko-Stadt als jüngstes von zehn Kindern geboren. Der Vater soll jahrelang unter heftigen Migräneanfällen gelitten haben. Er trieb zwar nur etwa zwei Wochen lang sein Unwesen, doch das genügte, um ihn zu einem der berüchtigsten Serienmörder Mexikos aufsteigen zu lassen. Leseprobe aus Totmacher 6  Weiterlesen

Gerd Frank: DIE KINDERZERSTÜCKLERIN VON MEXIKO-STADT – Der Fall Felicitas Sánchez Aguillón (1930-1941)

 

Felicitas Sánchez Aguillón wurde im Jahre 1890 in Cerro Azul, Veracruz, geboren. Es wird vermutet, daß sie in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in der “Colonia Roma” 1 in Mexiko-Stadt mehr als 50 Kinder getötet hat. (…) Mit Vorliebe vergiftete sie streunende Hunde und Katzen. Leseprobe aus Totmacher 6
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Gerd Frank: DER MEXIKANISCHE RIPPER – Der Fall Francisco Guerrero Pérez (1880-1908)

Francisco Guerrero Pérez, genannt “El Chalequero” (Der Westenträger), gilt als erster Serienmörder Mexikos, obwohl dies eigentlich Felipe Espinosa gewesen ist. Er hat in Mexiko-Stadt zwischen 1880 und 1888 20 Prostituierte ermordet, das Verbrechen im Jahre 1908 nicht mitgerechnet, bei dem es sich um eine alte Frau gehandelt hat. Weil seine Untaten etwa zeitgleich zu denen Jack the Rippers in London begangen worden sind, wurde er gelegentlich auch als ‘Ripper Mexicano’ (‘Mexikanischer Ripper’), ‘Barba Azul de Mexico’ (‘Blaubart Mexikos’) oder ‘Degollador del Río Consulado’ (‘Halsaufschlitzer vom Consulado-Fluß’) bezeichnet.  Leseprobe aus Totmacher 6
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Gerd Frank: DER GREEN RIVER KILLER – Der Fall Gary Ridgway (1982-1998?)

Gary Leon Ridgway wurde am 18 Februar 1949 in der Mormonenstadt Salt Lake City in Utah geboren; er hatte noch einen Bruder (Tom) und eine Schwester (Mary). Der Vater arbeitete als Busfahrer, die sehr dominante Mutter war Hausfrau. Ridgways Beziehung zur Mutter war sehr eng; bis in seine frühen Teenagerjahre war er Bettnässer. Nach häufigen Fällen nächtlicher Inkontinenz wusch ihm die Mutter die Genitalien, was einerseits dazu führte, daß der Junge sich von der Mutter sexuell angezogen fühlte, andererseits aber auch Wut ihr gegenüber empfand und sogar mit Phantasien spielte, die darin gipfelten, sie umzubringen.

Gary_Ridgway_1982_Mugshot

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Gerd Frank: DER AUTOBAHNMÖRDER – Der Fall William George Bonin (1979-1980)

William George Bonin wurde am 8. Januar 1947 in Willimantic, Connecticut, geboren. Bereits im Alter von acht Jahren wurde William wegen des Diebstahls von Autokennzeichen erstmals vor Gericht gestellt und in ein Jugendgefängnis gesteckt. Dort wurde er von älteren Jungen sexuell mißbraucht, was er seinerseits – als er wieder zu Hause war – ebenfalls mit anderen, jüngeren Kindern machte.
Nach dem Schulabschluß ging er zur Luftwaffe und bekam eine Auszeichnung für einen Einsatz, den er in Vietnam geleistet hatte. Weil er während dieser Zeit aber auch zwei Soldaten vergewaltigt hatte, wurde er im Oktober 1968 vom Dienst suspendiert. (…) Eine Leseprobe aus Totmacher 5 Weiterlesen