Gerd Frank: DER RIPPER VON SANAA – Der Fall Mohammed Adam Omar (1995-1999)

Der 1952 im Sudan geborene Mohammed Adam Omar, der in seiner Heimat als Totengräber für ein Krankenhaus gearbeitet hatte, war am 15. Mai 2000 festgenommen worden, weil er in den Jahren zwischen 1995 und 1999 im Jemen 16 Frauen getötet haben sollte, was er übrigens bereitwillig zugab. Acht von ihnen seien Studentinnen gewesen. Weiterlesen

Gerd Frank: DER HAIFA-KILLER – Der Fall Nicolai Bonner (2005)

Nicolai Bonner ist vermutlich der einzige Serienmörder, den die Kriminalgeschichte Israels verzeichnet. Er hat im Jahr 2005 unter schwerem Einfluß von Alkohol (es handelte sich um Wodka) vier Zuwanderer aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion ermordet, von denen drei zu den Ärmsten der Armen gehörten: Sie waren obdachlos. Die Opfer wurde alle erschlagen und grausam zugerichtet. Anschließend wurden sie verbrannt, vermutlich, um alle möglichen Beweise zu vernichten. Weiterlesen

Gerd Frank: DIE SPINNENMORDE – Der Fall Said Hanai (2000-2001)

Said Hanai war einer der schlimmsten Serienmörder in der Kriminalgeschichte des Iran. Der 1962 geborene Bauarbeiter gestand vor Gericht, in den Jahren 2000 und 2001 insgesamt 16 Frauen in der Stadt Maschhad ermordet zu haben. Das Gericht vermutete allerdings, daß es sogar 19 oder mehr gewesen sein könnten. Maschhad ist die Hauptstadt des iranischen Bundesstaates Razavi-Chorasan im Nordosten und die zweitgrößte Stadt des Landes. Es ist eine der sieben heiligen Stätten des schiitischen Islams, weil dort die Gouhardschad-Moschee liegt. Diese Stadt ist ein politisches und religiöses Zentrum. Weiterlesen

Gerd Frank: DER WÜSTENVAMPIR – Der Fall Mohammed Bijeh und Ali Baghi (1975-2005)

Der am 7. Februar 1975 geborene Mohammed Bijeh war ein iranischer Serienmörder. Er hatte vor Gericht gestanden, insgesamt 17 Kinder und drei Erwachsene ermordet zu haben. Bijeh soll auch einen Komplizen gehabt haben – nämlich den 24 Jahre alten Ali Baghi. Die beiden Männer hatten in einer Ziegelsteinfabrik gearbeitet. Weiterlesen

Gerd Frank: DER TEUFEL VON HAIDARPUR – Der Fall Chandrakant Jha (1998-2007)

Angeblich wollte er ihnen nur helfen, einen Job zu bekommen, ihnen sichere Mahlzeiten verschaffen und sie wie eigene Kinder verwöhnen. Stattdessen rastete er bei lächerlichen Kleinigkeiten aus, tötete sie und verstreute ihre verstümmelten Gliedmaßen in den verschiedensten Stadtteilen von Neu-Delhi. Weiterlesen

Gerd Frank: DER OBDACHLOSENMÖRDER – Der Fall Raman Raghav (1965-1968)

In den späten 60er Jahren des 20. Jahrhunderts trieb in der indischen Metropole Bombay – dem heutigen Mumbai – ein psychopathischer Serienmörder sein Unwesen, der zu den schlimmsten des Landes gehören dürfte. Zwischen 1965 und 1968 hatte er insgesamt 41 Männer, Frauen und Kinder (die er offenbar nach dem Zufallsprinzip ausgewählt hatte) brutal ermordet, weshalb er auch gleich nach seiner Festnahme auf seinen Geisteszustand untersucht wurde. Die Gutachter diagnostizierten Schizophrenie bei ihm. Weiterlesen

In Vorbereitung / Erscheinungstermin 16. April 2015: Gerd Frank: Totmacher 3 – Kolja der Menschenfresser und andere unheimliche Kriminalfälle russischer Serienmörder (1921-2012)

Ein Mord ist immer ein brutales Verbrechen, egal ob der Täter oder die Täterin ein Kind, eine Frau oder einen Mann tötet. Bei Verbrechen an Kindern reagiert die Öffentlichkeit emotional besonders stark. Und dennoch unterscheiden sich die Mordfälle samt Täter in diesem dritten Totmacher-Band deutlich von denen der Vorgängerbände, die vornehmlich auf Deutschland und Europa ausgerichtet waren.

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Schelle Mathews: Die Menschenjagd in den Wäldern von Wynoochee (1912) – Teil 3

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J. Cole, ein Mitglied der Verfolgungstruppe, der sich durch besonderen Mut
und zielbewußte Zähigkeit auszeichnete

Die letzte Kugel meines Schwagers hatte ihr Werk getan. Auf dem Rückweg erzählte mir Quimby, was sich während meiner Abwesenheit zugetragen hatte:
„Beim Aufstehen am 16. hörte ich zufällig, wie Blair zu Lathorp sagte: ‚Heute werden wir nicht die neuen Sachen anziehen. Es wäre schade, wenn sie Tornow in die Hände fielen‘. ‚Recht hast du, und der Sheriff wäre wütend‘, antwortete Lathrop. ‚Was habt ihr beide miteinander zu tuscheln?‘ mischte ich mich ein. ‚Heute rücken wir Tornow auf den Pelz‘, antworteten beide. Ich tat mein Möglichstes, um sie von dem Vorhaben abzubringen. Alles erwies sich jedoch als vergeblich. Um sie nicht allein losziehen zu lassen, schloß ich mich ihnen an. Nicht weit vom See stießen wir im Wald auf einen frisch geschossenen Elch. Die Hunde fielen über das Fleisch her. Da sie nicht wieder wegzubringen waren, unterbreitete ich den Vorschlag, zu warten, bis sie sich vollgefressen hatten. ‚Der Teufel soll die Hunde holen!‘ lautete die Erwiderung. ‚Mach lieber, daß wir Tornow endlich beim Kragen nehmen.‘
Nun, wir kamen schließlich an die Stelle, wo der Baumstamm zur Insel hinüberführt und passierten ihn, ohne daß irgend etwas Besonderes vorfiel. Drüben angelangt machte ich meinen Begleitern erneute Vorhaltungen über ihre Tollkühnheit. Ich wollte zunächst einmal rekognoszieren, und vor allem die Hütte von der Vorderseite her, die wir nicht sehen konnten, in Augenschein nehmen. Auch dieser Vorschlag stieß auf Widerspruch. Von der Stelle, wo wir lagen, konnten wir die Rückwand der Hütte sehen, und da sie weder Fenster noch Schießscharten aufwies, glaubten Blair und Lathorp, sich ohne weiteres anschleichen zu können. Weiterlesen

Schelle Mathews: Die Menschenjagd in den Wäldern von Wynoochee (1912) – Teil 2

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Eine der Gebirgshütten, in der der „wilde Mann“ mehrere Wochen lebte
Zu der Zeit, wo seine Neffen ermordet wurden, war John Tornow zweiunddreißig Jahre alt. Zwei ganze Jahre hatte er in den Wäldern zwischen dem Satsop und dem Wynoochee gehaust. Gelegentlich kreuzte ein Jäger, ein Fallensteller oder ein Holzhauer seinen Pfad. Mit allen stand er auf freundschaftlichem Fuß. In der letzte Zeit jedoch war er nicht mehr gesehen worden. Weiterlesen

Schelle Mathews: Die Menschenjagd in den Wäldern von Wynoochee (1912) – Teil 1

Von Zeit zu Zeit setzt sich der Dämon in einem Menschenhirn fest und treibt dort sein Wesen, das dem normalen Denken fremd bleibt. Tier oder Mensch? „Wildwest“?

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Gemeinsam hatten John und William Bauer das Licht der Welt erblickt. Gemeinsam waren sie zu prächtigen jungen Menschen herangewachsen. Beide waren sie vortrefflich geeignet, den alten urwüchsigen Menschenschlag des Grenzers zu verkörpern. Mit ihren Eltern hausten sie zusammen weit draußen in den Waldwüsten des Staates Washington, im fruchtbaren Tal des Satsop Rivers, in einem weitläufigen bequemen Haus, das der Familie schon seit langem zum Heim diente.
Von Kindesbeinen an waren die beiden mit dem Gebrauch von Schußwaffen vertraut gemacht worden und da die Wälder nicht nur von jagdbarem Wild aller Art, sondern auch von Raubtieren wimmelten, wurden sie beide große Jäger vor dem Herrn.
Teils um des Zeitvertreibes willen, teils um die elterliche Speisekammer mit der Jagdbeute zu füllen oder um die Herden vor den Angriffen größerer Räuber des Waldes zu schützen, zogen sie häufig auf die Pirsch.
Im Sommer 1911 wurden die Bären zu einer wahren Landplage. Bald hier, bald dort hatte man auf den verstreut liegenden Höfen den Verlust wertvollen Viehs zu beklagen. Als deshalb im September eines Tages der Vater auf seinem Inspektionsgang feststellte, daß eine seiner schönsten Kühe abhanden gekommen sei, zweifelte niemand daran, daß Meister Petz am Werke gewesen war. Die beiden Söhne schulterten ihre Gewehre, schnallten den Patronengürtel um, und begannen in den umliegenden Wäldern nach dem Übeltäter Ausschau zu halten. Weiterlesen